Maximin Grünhaus Pinot Blanc/ 2020

12,00 

285 vorrätig

Aromen
                         
Weinprofil
Trocken
Säure (mittel)
Körper (mittel)
Tannin (wenig/keins)
Alkohol(12,5%)

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Produkt enthält: 0,75 l

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Beschreibung

1l | 16€ inkl. Mwst.

: Deutschland

: Mosel| Ruwer | Mertesdorf

: Weingut Maximin Grünhaus

: Pinot Blanc

: 12,5%

Allergene: Sulfite

Diesen Wein durfte ich 2019 erst kennenlernen. Und er hat mich unheimlich überrascht. Denn was ich erwartet hatte, war eben Weißburgunder. Klassisch. Weniger aromatisch. Dass er etwas breiter sein könnte, hatte ich mir denken können, da 2018 (das war der Jahrgang, den ich damals probieren durftze) an der Ruwer schon sehr warm war. Aber dass der Wein mich so beeindruckt- das hätte ich nicht gedacht. Aber warum? Was fasziniert mich am Pinot Blanc aus dem Hause Grünhaus denn so? Um das zu beantworten, muss ich gestehen, dass ich absoluter Grünhaus-Fan bin! Das liegt natürlich an der typischen Schieferwürze. An dem Bienenwachs, das ich in jedem Schubert’Schen (Familie von Schubert) Wein rieche und schmecke. An der Komplexität, die sogar im Basissegment spürbar ist. Diese leichten Anis-, Kandis-, Lakritznoten. Ich bin einfach ein Fan der Rieslinge! Aber, dass Pinot Blanc das auch kann, war mir so nicht bewusst. Ich kenne einfach wenige Burgunder vom Schiefer und vielleicht bin ich daher so positiv beeindruckt.

Wie kommt es denn eigentlich, dass Pinot Blanc nun auch auf dem Grüneberg (so heißt die Gesamtlage des Weinguts Grünhaus) wächst? Das liegt vor allem an einem Cousin des damaligen Weingutsleiters, Carl von Schubert. Diesem war die Säure der Rieslinge, die natürlich charakteristisch ist, zu stark. Auf dessen Wunsch wurde 2004 also die erste Parzelle Pinot Blanc gepflanzt. Diese befindet sich im Abtsberg, welche meist als größte Lage des Guts Grünhaus, angesehen wird. Ich finde zwar, dass der Herrenberg da ein ganz großes Wörtchen mitzureden hat, aber das ist wiederum eine andere Geschichte.

Nun zur geschmacklichen Ausprägung des Weins. Der Pinot Blanc hat einfach alles, wofür die Ruwer steht. Er ist komplex. Er ist würzig, ja fast krautig. Er erinnert mich auch ganz leicht an dieses typische Bienenwachs (viele werden mir wahrscheinlich widersprechen, aber mich erinnern Grünhausweine immer an Bienenwachstücher). Die Frucht ist bei Pinot Blanc ja nie expressiv. Hier findet sich aber etwas Birne wieder. Weißer Pfirsich. Etwas Kandis. In der Tat, je mehr ich an Tee denke, desto mehr finde ich da auch ein wenig Jasmin-Tee wieder. Ich glaube an dieser Stelle höre ich mal auf, mit meinen Beschreibungen und lasse Euch mal reinkosten. Viel Spaß damit. Auf dass er Euch genauso gut gefällt wie mir!

Die Familie Marx erwarb das Weingut Maximin Grünhaus als Folge der napoleonische Säkularisation. Heinrich Marx (Karls Vater) sah das Gut wohl als Investition. Und in der Tat, Moselweine galten im 19. Jahrhundert und bis ins 20. Jahrundertnoch noch als die teuersten Weine der Welt. Außerdem galt es als schick, ein paar Hektar Rebflächen zu besitzen. Als Heinrich Marx 1838 verstarb, blieb das Gut natürlich noch in Familienbseitz. Karl Marx lebte nun mittlerweile in London, wo er sein Buch „Das Kapital“ verfasste. Finanziell ging es ihm wohl aber nie so gut, weshalb er die letzten 5 Fuder seines Herrenberg-Weines schließlich verkaufen musste. Damit ging das Kapitel „Marx“ auf dem Weingut Grünhaus dann zuende. Geblieben ist die Ansicht, dass Moselweine seine Auffassung von Wirtschaftssystemen maßgeblich beeinflusst habe. Durch die Weinbaukrise in den 1830er Jahren, soll Karl Marx seine ersten kommunistischen Ideen gefasst haben.

Zusätzliche Information

Gewicht 1 kg
Größe 29 × 10 × 10 cm

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