Maximin Grünhaus Herrenberg GG/ 2017

30,00 

2 vorrätig

Aromen
                                    
Weinprofil
Trocken
Säure (hoch)
Körper (mittel)
Tannin (wenig/keins)
Alkohol(12,5%)

2 vorrätig

Produkt enthält: 0,75 l

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Beschreibung

1l | 40€ inkl. Mwst.

: Deutschland

: Mosel| Ruwer | Mertesdorf

: Weingut Maximin Grünhaus

: Riesling

: 12,5%

Allergene: Sulfite

 

Die Weine aus dem Hause Maximin Grünhaus haben mich im wahrsten Sinne des Wortes beeindruckt. Natürlich stehe ich auf Riesling und das hat dem schubert’schen Gut in die Karten gespielt. Aber diese Süße, die jeden der Ruwer-Weine begleitet ist so bezaubernd. Und dazu diese schmatzige Säure. Der Herrenberg 2017 zum Beispiel. Wir haben hier ein Großes Gewächs.

Also “trocken” ausgebaut. Und dennoch bewegt sich der Wein an der Grenze zum Halbtrockenen. Ist das Provokant? Niemals! Das ist der typische Charakter des Weinguts. Ursprünglich wurden Moselweine nämlich restsüß hergestellt. Diese typische “Honignote” schmeckt man in den Rieslingen aus den steilsten Hängen Deutschlands. Wir haben hier unglaublich steile Hangneigungen. Vergleichbares ist nur an der Rhône zu finden. Dadurch sind die besten lagen immer ideal Exponiert. Der Herrenberg hat eine südwestliche Hangneigung auf Devonschiefer. Dieses Schiefergestein speichert Wärme sehr gut, welche Nachts an die Reben abgegeben wird. Das ist vorteilhaft, da die Ruwer eine der kältesten Lagen Deutschlands ist.

Der Herrenberg ist mit 19 Hektar die größte Lage des Weinguts. Zu dieser Lage gibt es eine meiner Lieblingsgeschichten (welche ich natürlich auch nie versäume zu erzählen). Denn 4 Hektar Rebfläche gehörten einst der Familie Marx- mit deren bekanntestem Sprössling- Karl Marx.

Die Familie Marx erwarb das Weingut Maximin Grünhaus als Folge der napoleonische Säkularisation. Heinrich Marx (Karls Vater) sah das Gut wohl als Investition. Und in der Tat, Moselweine galten im 19. Jahrhundert und bis ins 20. Jahrundertnoch noch als die teuersten Weine der Welt. Außerdem galt es als schick, ein paar Hektar Rebflächen zu besitzen. Als Heinrich Marx 1838 verstarb, blieb das Gut natürlich noch in Familienbseitz. Karl Marx lebte nun mittlerweile in London, wo er sein Buch „Das Kapital“ verfasste. Finanziell ging es ihm wohl aber nie so gut, weshalb er die letzten 5 Fuder seines Herrenberg-Weines schließlich verkaufen musste. Damit ging das Kapitel „Marx“ auf dem Weingut Grünhaus dann zuende. Geblieben ist die Ansicht, dass Moselweine seine Auffassung von Wirtschaftssystemen maßgeblich beeinflusst habe. Durch die Weinbaukrise in den 1830er Jahren, soll Karl Marx seine ersten kommunistischen Ideen gefasst haben.

Geschmack

Geschmacklich ist der Wein eine Wucht. Einiges an süßer Frucht. Mich erinnern die Großen Gewächse von Grünhaus immer an Früchte, die in Honig getränkt wurden. Dabei fidnet sich Limette und Aprikose. Super süß und nie aufdringlich. Wir haben aber auch eine leichte Exotik. Ich schmecke Ananas und Orangennoten. Was meint Ihr? Probiert Euch mal rein!

Zusätzliche Information

Gewicht 1 kg
Größe 29 × 10 × 10 cm